hier ist die Homepage der NaturFreunde Köln e.V.


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  Aufruf Klimademo am 1. Dezember 2018
  NaturFreunde NRW für raschen und sozialverträglichen Kohleausstieg
Angesichts des veröffentlichten Zwischenberichts der "Kohlekommission" stellen die NaturFreunde
NRW fest:
• Wenn wir die Erderwärmung auf die maximal 1,5 Grad Anstieg begrenzen wollen, die von der
UN -Klimakonferenz 2015 in Paris als gerade noch vertretbar beschlossen wurden, und wenn wir
die selbstgesteckten deutschen C02-Reduktionsziele erreichen wollen, ist die extrem
klimaschädliche Verstromung von Braunkohle möglichst schnell zu beenden. Die Braunkohle ist
ein auslaufendes Modell der Energiegewinnung, ihr Einsatz muss bis spätestens 2030 auf Null
zurückgehen.
• Der Ausstieg aus der Braunkohle muss aber in jedem Falle sozialverträglich erfolgen. Bei den
wegfallenden Jobs in der Braunkohleindustrie handelt es sich um hochqualifizierte, tariflich
vergütete und sozialversicherungspflichtige Industriearbeitsplätze. Dieser Beschäftigungsstandard
ist auch nach einem Kohleausstieg zu gewährleisten.
• Der Ausstieg aus der Braunkohle muss Teil einer echten Energiewende sein, es reicht auf Dauer
nicht, einen "dreckigen" fossilen Energieträger durch einen "weniger dreckigen" zu ersetzen.
Daher muss der Braunkohleausstieg begleitet werden durch neue Techniken zur Steigerung der
Energieeffizienz in Produktion und Konsum sowie den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien.
Dies gilt insbesondere auch für die energieintensive Industrie, deren Erhalt wir unterstützen,
deren Energieverbrauch wir aber zügeln wollen.
• Die viel beschworene Versorgungssicherheit ist durch staatlich subventionierte Forschung in
neue, umweltverträgliche Energiespeichersysteme sowie Subventionen für die Errichtung solcher
Systeme zu gewährleisten.
• Arbeitsplätze in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Energiespeicherung
sind vorzugsweise in den bei den betroffenen Revieren Rheinland und Lausitz anzusiedeln, sie sind
geeignet, neue qualifizierte Arbeitsplätze in diesen Regionen zu schaffen. Dabei dürfen die beiden
Reviere nicht gegeneinander ausgespielt werden.
• Ein schneller und sozialverträglicher Braunkohleausstieg ist nicht umsonst zu haben. Die von der
Kohlekommission zugesagten 1,5 Milliarden bis 2021 werden bei weitem nicht ausreichen. Die
NaturFreunde NRW erwarten von der Landes- und Bundespolitik kurzfristig ein regionales
Strukturprogramm von mindestens 13 Milliarden Euro jährlich.
• Jenseits der Symbolik, die "Hambi" mittlerweile für den Kampf gegen Braunkohle und
Klimawandel darstellt, handelt es sich beim Hambacher Forst um ein jahrhundertealtes,
erhaltenswertes Waldgebiet, in dem viele seltene Arten leben.
Die NaturFreunde NRW begrüßen daher das vom Oberverwaltungsgericht Münster verfügten
vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst. Sie unterstützen den friedlichen Protest der
BraunkohlegegnerInnen für den Erhalt des Hambacher Forstes.
Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen und die Kohlekommission zu einem
Abschlussbericht zu bewegen, der sowohl die notwendigen Ziele des Klimaschutzes als auch die
berechtigten Interessen der Beschäftigten und Anrainer in den Kohlerevieren angemessen
berücksichtigt und der durch klare Handlungsempfehlungen Wege in einen raschen und
sozialverträglichen Braunkohleausstieg aufzeigt, rufen die NaturFreunde NRW ihre Mitglieder auf,
sich zahlreich an der Demonstration unter dem Motto "Kohle stoppen! Klimaschutz jetzt!" am
1. Dezember um 12:00 Uhr in Köln (Deutzer Rheinwerft) zu beteiligen.
Die NaturFreunde NRW werden sich in den kommenden Jahren in Landesverband und Ortsgruppen
mit den Themen Klimawandel und Braunkohleausstieg auseinandersetzen und die weiteren
politischen Diskussionen kritisch begleiten. Als ein Verband, der seit jeher Ökologie und Soziales
miteinander verbindet, haben wir relevante Beiträge in dieser Diskussion zu leisten.
(verabschiedet auf der ordentlichen Landesversammlung NRW am 17. November 2018) pdf


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Stand 10. Dezember 2018
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